Egoshooter und Fitness

Egoshooter sind spannend! Bei gut gemachten Egoshootern vergisst der Spielende häufig die Zeit. Statt nur zwei Stunden zu spielen ist es auf einmal wieder spät nachts. Viele Jugendliche kennen diese Situation und viele Eltern sind überfordert, dem entgegenzuwirken. Auch ist eine solche Situation häufig nicht nur ein Einzelfall, sondern wird zur alltäglichen Regel. Stundenlanges Sitzen vor dem Bildschirm ist nicht gesund, es fehlt an Bewegung. Wie kann der Nachwuchs aber dazu begeistert werden, sich mehr zu bewegen? Die Lösung heißt Paintball. Hier werden Egoshooter sozialverträglich ein Stück in die Realität gebracht und der Nachwuchs kommt endlich in Bewegung.

Bewegung dank Paintball

Bundeswehr wirbt mit Ego-Shooter

Einmal im Jahr treffen sich die Gaming Fans auf der GamesCom. Hier gibt es Smartphone-Zubehör, Autogramme und natürlich auch die neusten Spiele. Diesmal ist auch die Bundeswehr dabei und wirbt mit einer umstrittenen Werbekampagne. “Mehr Open World geht nicht!” steht auf dem Werbeplakat am Stand der Bundeswehr. Die Anspielung auf den bekannten Ego-Shooter soll junge Menschen für die Bundeswehr interessieren. Es hagelt heftige Kritik für diesen Werbeauftritt. Krieg kann man nicht mit einem Computerspiel vergleichen und das scheint bei den Machern noch nicht angekommen zu sein. Nicht zuletzt wurde die Bundeswehr für ihre Werbevideos mit Influencern auf Youtube kritisiert. Im Mittelpunkt der Kritik steht der Zweifel, dass die Werbekampagnen der Bundeswehr den Alltag im Krieg realistisch darstellen. Mit einem Ego-Shooter hat der Alltag eines Soldaten oder einer Soldatin jedenfalls nichts zu tun. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Besucher auf der GamesCom dies wissen.

Soldat in Camouflage

Ego-Shooter greift politische Situation auf

Nun bekämpfen wir die Nazis, wenn auch nur in der virtuellen Welt. Im Ego-Shooter Spiel «Wolfenstein» kämpft der Gamer gegen Nazis. Eine strenge politische Situation wird hierbei aufgenommen, was ultrarechte weiße Gamer kritisieren.

In dieses alternative Geschichtsszenario, bei dem am 21. Dezember 1948 der Zweite Weltkrieg im vollen Gange ist, schaffen es die Nazis eine Atombombe über Manhattan abzuwerfen. Der Krieg ist zu Ende, die US- Regierung kapituliert und die Nazis haben gewonnen.

Der Gamer kämpft in der Rolle des US-Bürgers B. J. Blazkowicz Anfang der 60er-Jahre gegen ein schreckliches Amerika, das von Nazis besetzt wurde. Als die Fortsetzung des Kultspiels in diesen Sommer offiziell angekündigt wurde, riefen im Zuge dessen ultrarechte Gamer und dergleichen zu einem Boykott des Spiels auf. Hasserfüllte Kommentare, wie dass das Spiel eine Ideologie verbreiten würde, die sich gegen Weiße richte, blieben natürlich nicht aus. Weitere Argumentationen, dass Spiele gefälligst unpolitisch zu sein hätten, kursierten ebenfalls.

«Wolfenstein» gilt als Begründer des Ego-Shooter-Genres und weist eine lange Tradition auf, denn das Original erschien bereits 1992 und bis zum heutigen Tag wurden acht Nachfolger veröffentlicht, weshalb man die Kontroverse jetzt nicht ganz nachvollziehen kann.

Das politische Klima hat sich verändert, nicht das Spiel

Nun haben wir mit Donald Trump einen Präsidenten im Amt, welcher rechtsextreme Ansichten stillschweigend hinnimmt, wenn nicht selbst äußert. Gegen Nazis zu sein, das scheint in Trumps Amerika nicht mehr so selbstverständlich.

Die politische Brisanz ihres Spiels ist den Entwicklern von „Wolfenstein 2“ durchaus bewusst. Sie gingen Anfang Oktober noch weiter. Auf Twitter warben sie für ihr Spiel mit den Worten «Make America Nazi Free Again».

In dem Spiel selbst wird die politische Situation in den USA aufgegriffen. Des Weiteren trifft man in der Spielwelt auf verschiedene Zeitungsausschnitte, in denen vor einem „völligen Idiot“ gewarnt wird, der ins Weiße Haus einziehen könnte.

Es gibt eine Szene, die den Spieler in ein US-Kleinstadtidyll versetzt, in welchem auf den ersten Blick alles perfekt scheint, doch bei genauerem Betrachten sieht man flatternde Hakenkreuzfahnen an den Fassaden der Häuser und Menschen die in Ku-Klux-Klan-Montur durch die Straßen laufen. Es ist auch eine junge Dame zu sehen, die sich bei einem Nazi-Offizier einschmeichelt, sie beklagt sich über die vergangene „Urwaldmusik“. Farbige sind auf den diesen Straßen weit und breit nicht zu entdecken, da sie auf den Feldern arbeiten.

Wenn schon Gegner, dann Nazis

Die Gegner in den Uniformen werden entmenschlicht und zum Abschuss freigegeben. Die Identität bleibt verborgen, wie die Feinde des Dritten Reichs.

Das allererste Ego- Shooter Spiel überließ die Entscheidung über den Gegner nicht dem Zufall. Die Entwickler wählten bedacht die Nazis als Zielscheibe für dieses Spiel aus, denn sie wollten ein Ballerspiel kreieren, in dem zwar Menschen als Gegner auftauchten, doch bei den Nazis bekämpft man eher das personifizierte Böse, als einen normalen Menschen. Außerdem war es weniger kontrovers, auf solche Radikalen als auf unschuldige Menschen zu schießen.

Einer der Entwickler von «Wolfenstein 2» wiederholt ein Argument, welches er schon 25 Jahre vorher aussprach: «Es geht darum, Rache an diesem menschlichen Abschaum zu nehmen. Es fühlt sich richtig gut an, zurückzuschlagen», sagte er in einem Interview.

Counter Strike – Das Spiel, das einen mega Hype verursachte

Seit vielen Jahren zählt Counter Strike zu einem der beliebtesten Ego Shooter auf dem Markt. Größtenteils wird dies natürlich von der männlichen Bevölkerung gespielt. Es gibt wohl kaum einen Jugendlichen, der keinen Account hat. Warum gerade dieses Spiel auf so große Beliebtheit trifft und wie die Entwickler es schaffen, ihre Spieler bei Laune zu halten, das decken wir in diesem Artikel auf.

Der Ego-Shooter im Überblick

Bereits im Jahr 1999 ist die allererste Version des Online-Spiels Counter Strike herausgebracht worden. Eine kleine Gruppe von Hobby-Entwicklern brachte den Trend ins Leben. Dabei handelte es sich um eine winzige Modifikation des bekannten Ego-Shooters Half-Life, die gerade einmal 7,5 MG groß gewesen ist. Entsprechend gab es zu diesem Zeitpunkt bloß wenige Waffen, Karten und nur einen einzigen Spielmodus. Nur eine Woche nach der Veröffentlichung gab es allerdings schon die ersten Erneuerungen und Verbesserungen. Seitdem kamen diese im Laufe der Zeit nur so aus der Pistole geschossen. Die damaligen Hobby-Entwickler arbeiten heute größtenteils für das Unternehmen Valve, welche fortan als Vertreiber des Spiels gilt.

Mega-Veranstaltung Lan-Party

Bekannt wurde das Online-Actionspiel vor allem durch das Internet und Lan Partys. Während sich zu früheren Zeiten die besten Freunde zusammen nächtelang mit ihren Computern vernetzt im Keller einnisteten und gegeneinander spielten, werden heute schon ganz Messen mit tausenden von Teilnehmern veranstaltet, welche stundenlang am Ego-Shooter Spaß haben. Vor 18 Jahren hat wohl noch niemand damit gerechnet, dass sich Counter Strike in Windeseile zu einem wirklichen Multiplayer Dauerbrenner entwickeln würde.

Das Spiel

Was hat das Spiel zu bieten, dass Millionen von Fans weltweit so fasziniert? Das ist eine berechtigte Frage, die wir jetzt aufklären wollen. Starten wir mit den Grundlagen von Counter Strike.

Das Spiel wird letztendlich von zwei unterschiedlichen Gruppen geführt: den Terroristen und der Antiterroreinheit (eine Sondereinheit der Polizei). Es geht dabei um Gefechte zwischen den beiden Gruppen, bei denen es gilt, bestimmte Aufträge zu erfüllen. Aufgabe der Polizei ist beispielsweise, Geiseln aus dem Versteck der Terroristen zu befreien. Für das gegnerische Team gilt es jeweils zu verhindern, dass das andere Team ihre Aufträge erfüllen kann. Sobald ein Team vernichtet worden ist oder alle Aufträge der Runde erfüllt worden sind, erhalten entsprechende Spieler Punkte.

Counter Strike wird in verschiedenen Runden gespielt. Zum Start erhält jedes Team 100 Lebenspunkte, welche außerdem virtuelles Geld widerspiegeln. Mit diesem Geld haben Spieler die Möglichkeit, Waffen und Ausrüstungen für ihr Team zu kaufen. Jedes Team startet die Runde an einem anderen Ort. Über eine Karte haben Spieler die Möglichkeit, die Feinde des anderen Teams ausfindig zu machen.

Ein Team gewinnt ein Spiel erst, sobald alle Lebenspunkte verloren sind. Dies bedeutet sozusagen den Tod einer Spielfigur. Durch Verletzungen oder dem Mord anderer Spieler sinken die Lebenspunkte. Außerdem werden Lebenspunkte abgezogen, wenn ein Spieler Mitglieder aus dem eigenen Team abschießt.

Der große Reiz

Es ist nicht nur das simple Spiel, welches Millionen von Spielern anlockt, sondern auch die ständigen Neuerungen, die dem Spiel den gewissen Pfiff geben. Spieler wissen außerdem zu schätzen, dass Counter Strike eine Chatfunktion besitzt, über welche Spieler online kommunizieren können. Darüberhinaus sagen jahrelange Spieler selbst, dass es bei Counter Strike vor allem auf ein taktisches Spiel ankommt.